Privatversicherung
Rechtsschutzversicherung
Übernimmt Anwalts-, Gerichts- und Sachverständigenkosten, wenn Sie Ihre rechtlichen Interessen durchsetzen müssen – ob als Mieter, im Job, im Straßenverkehr oder bei einem Streit um einen Kaufvertrag.
Was deckt eine Rechtsschutzversicherung ab?
Die Rechtsschutzversicherung übernimmt in der Regel die Kosten, die bei der Wahrnehmung rechtlicher Interessen entstehen – vor allem Anwalts-, Gerichts- und Sachverständigenkosten. Sie ist in mehrere Bausteine unterteilt, die sich modular kombinieren lassen: Privat-Rechtsschutz für Streitigkeiten aus dem Alltag, etwa mit Vermietern, Handwerkern oder bei Online-Käufen, Verkehrs-Rechtsschutz für Auseinandersetzungen rund um Fahrzeug und Straßenverkehr, sowie Berufs-Rechtsschutz für arbeitsrechtliche Streitigkeiten.
Gerade weil Rechtsstreitigkeiten schnell teuer werden können, unabhängig davon, ob man im Recht ist, gilt Rechtsschutz zusammen mit der Privathaftpflicht häufig als eine der Versicherungen, die für die meisten Menschen sinnvoll sind.
Für wen ist sie wichtig?
Grundsätzlich für jeden, der im Alltag rechtliche Auseinandersetzungen erleben könnte – also praktisch jeden Mieter, Arbeitnehmer, Fahrzeughalter oder Verbraucher. Welche Bausteine im Einzelfall sinnvoll sind, hängt von der persönlichen Lebenssituation ab.
Was ist in der Regel nicht versichert?
Nach Vertragsabschluss gilt meist eine Wartezeit von einigen Monaten, bevor neue Fälle gedeckt sind. Rechtsschutzfälle, die bereits vor Vertragsbeginn entstanden sind, sind grundsätzlich ausgeschlossen. Bau- und Immobilienrecht ist häufig nur über einen Zusatzbaustein versichert, Familien- und Erbrecht oft nur eingeschränkt, etwa auf eine anwaltliche Erstberatung. Vorsätzlich begangene Straftaten sind ebenfalls ausgeschlossen.
Häufige Fragen
Was ist eine Wartezeit und wie lange dauert sie?
Die meisten Tarife sehen eine Wartezeit von rund drei Monaten nach Vertragsabschluss vor, bevor ein neuer Rechtsschutzfall gedeckt ist. Beim Verkehrs-Rechtsschutz entfällt diese Wartezeit häufig ganz oder ist deutlich kürzer.
Was ist der Unterschied zwischen Privat-, Verkehrs- und Berufs-Rechtsschutz?
Privat-Rechtsschutz deckt typischerweise Streitigkeiten aus dem privaten Alltag ab, etwa mit Vermietern, Handwerkern oder bei Online-Käufen. Verkehrs-Rechtsschutz betrifft Auseinandersetzungen rund um Fahrzeug und Straßenverkehr. Berufs-Rechtsschutz greift bei arbeitsrechtlichen Streitigkeiten, etwa im Zusammenhang mit einer Kündigung. Viele Tarife lassen sich modular kombinieren.
Übernimmt die Versicherung auch die Kosten der Gegenseite?
In der Regel ja, sofern der Rechtsstreit verloren wird und eine Kostenerstattungspflicht besteht – das richtet sich nach dem allgemeinen Kostenrecht und ist üblicherweise Teil der vereinbarten Leistungen.
Ist Rechtsschutz für Familienrecht, etwa eine Scheidung, mitversichert?
Das ist stark tarifabhängig und häufig eingeschränkt – oft ist nur eine anwaltliche Erstberatung zu familienrechtlichen Themen mitversichert, eine vollständige Kostendeckung für ein Scheidungsverfahren dagegen selten. Ein Punkt, den man beim Vertragsabschluss gezielt prüfen sollte.
Wie läuft die Kostenübernahme praktisch ab?
Vor der Beauftragung eines Anwalts holt entweder der Anwalt selbst oder Sie eine sogenannte Deckungszusage beim Versicherer ein, die die Kostenübernahme für den konkreten Fall bestätigt.